Im Anschluss an den vierten Pflege-Dialog mit Vertretern der Pflegebranche in Berlin kündigte der Minister an, neue Wohn- und Betreuungsformen zu stärken. Dies betrifft beispielsweise "Demenz-Wohngemeinschaften", in denen Demenzkranke besser versorgt werden können als zu Hause und trotzdem nicht in einem Heim untergebracht werden müssen. Bereits heute können Pflegekassen Verträge mit Pflegekräften zur Betreuung solcher neuen Wohnformen abschließen. Diese Möglichkeit werde allerdings noch zu wenig genutzt, so der Minister.
Darüber hinaus ist aus Sicht des Ministers eine neue Definition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs unerlässlich, um die Betreuungssituation für Menschen mit Demenz zu verbessern und damit die Abkehr von der Minutenpflege.
Stattdessen solle es mehr Wahlmöglichkeiten geben, ob Demenzkranke Leistungen der Pflegekasse in Anspruch nehmen oder aber ein bestimmtes Zeitkontingent zur Betreuung.
Die Verbesserungsmaßnahmen für Demenzkranke sollen in die Pflegereform eingehen, wie auch die Ergebnisse der bisherigen Pflege-Dialoge zu Themen wie Pflegefachkräftemangel, eine bessere Unterstützung der Angehörigen und Entbürokratisierung.
In der zweiten Maihälfte ist ergänzend eine Bürgerkonferenz zum Thema Pflege geplant. Eckpunkte für die Pflegereform sollen nach den Beratungen in der Koalition bis zur Sommerpause vorgelgt werden.
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„Wir haben die Apothekenbetriebsordnung modernisiert und unterstützen damit die wohnortnahe Versorgung durch inhabergeführte Apotheken. Denn gute Information und Beratung vor Ort sorgen für mehr Patientensicherheit.“
Pressemeldungen
- PRESSEMITTEILUNG – 19. Mai 2012Zukünftige Gesundheitsversorgung
- PRESSEMITTEILUNG – 15. Mai 2012Arzneimittel in der Schwangerschaft
- PRESSEMITTEILUNG – 11. Mai 2012Familienfreundliche Arbeitsbedingungen
Pflegedialog
Verbesserungen für Demenzkranke
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will die Betreuung demenziell erkrankter Menschen verbessern.
veröffentlicht am:14.04.2011



