Herr Bahr, Was hat Sie dazu bewogen, den Ausweis auszufüllen?
Wir haben innerhalb der Familie viel diskutiert, was wir täten, wenn ein naher Angehöriger sterben würde. Was wäre, wenn derjenige keinen Organspendeausweis hätte? Dann müsste jemand aus der Familie entscheiden. Ich will meiner Familie in so einer Situation die Entscheidung nicht aufbürden und habe deshalb einen Ausweis ausgefüllt.
Und haben Sie den Ausweis immer dabei?
Ja, den trage ich in meiner Brieftasche. Erst hatte ich einen aus Papier, aber inzwischen habe ich einen modernen im Scheckkartenformat – der hält länger. Der Ausweis gehört ganz selbstverständlich zu meinen anderen Papieren und Karten dazu.
Warum glauben Sie, hat noch nicht jeder einen Ausweis?
Das ist immer eine emotionale Sache, man sollte mit der Familie und Freunden darüber sprechen. Und sich natürlich gut informieren, bevor der Ausweis ausgefüllt wird. Ist die Entscheidung dafür gefallen, geht das übrigens ganz einfach. Ich glaube, viele Menschen denken, der Spenderausweis muss bei einer Behörde beantragt werden. Dabei kann er einfach im Internet heruntergeladen, ausgefüllt und ausgedruckt werden. Alles, was man dann noch braucht, ist ein Platz in der Brieftasche.
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